Choräle

Hier finden Sie die Choräle von Paul Gerhardt mit den Nummern des Evangelischen Gesangbuches:

11        Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir?
36        Fröhlich soll mein Herze springen
37        Ich steh an deiner Krippen hier
39        Kommt und lasst uns Christus ehren
58        Nun lasst uns gehen und treten
83        Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
84        O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben
85        O Haupt voll Blut und Wunden
112      Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschieht
133      Zieh ein zu deinen Toren
283      Herr, der du vormals hast dein Land mit Gnaden angeblicket
302      Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
322      Nun danket all und bringet Ehr
324      Ich singe dir mit Herz und Mund
325      Sollt ich meinem Gott nicht singen?
351      Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich
361      Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
370      Warum sollt ich mich denn grämen?
371      Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens
446      Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge
447      Lobet den Herren alle, die ihn ehren
449      Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
477      Nun ruhen alle Wälder
497      Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun und Werk in deinem Willen ruhn
503      Geh aus, mein Herz, und suche Freud
529      Ich bin ein Gast auf Erden

 

Über 1200 Menschen in der Dortmunder Reinoldikirche
Ein großes Bild des Liederdichters wurde erstellt
Viele hundert Menschen besuchten den Chor-Workshop

„Paul Gerhardt gehört zum Weltkulturerbe der Herzen“ – diese Aussage von Dr. Petra Bahr, der Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, wurde am Samstag, 13.10. in Dortmund anschaulich. 1200 Personen nahmen teil am „Klangfest des Glaubens“ zum 400. Geburtstag des Dichters (1607-1676). Eingeladen hatte die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW). 
„Paul Gerhardt nimmt den Mund sehr voll“, sagte Präses Alfred Buß im Abschlussgottesdienst und zitierte: „Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn.“
Wer in solche Lieder einstimme, der könne erfahren: „Text und Melodie nehmen uns mit in ihrem Singen und Sagen.“ Die Musik eröffne schon jetzt etwas vom ewigen Leben, sagte der leitende Theologe der EKvW: „Wir dürfen aus dieser Gegenwelt leben und daraus Kraft schöpfen.“ Aus dem Beten und Singen erwachse die Kraft zum Handeln. Und diese sei dringend nötig: „Der Klimawandel verdichtet sich vor unseren Augen: Wir haben den Raum der Erdatmosphäre zur Müllhalde gemacht und jetzt rennt uns die Zeit davon.“ Deshalb rief Buß dazu auf, mit Paul Gerhardt zu beten: „Mach in mir deinem Geiste Raum.“ Denn aus Gottvertrauen und Zuversicht könne man dann das Menschenmögliche tun. „Gerade weil nicht alle Welt von uns abhängt, kann uns die Zukunft dieser Welt zum Herzensanliegen werden.“
Die Texte Paul Gerhardts gehören zu den meistgesungenen Kirchenliedern deutscher Sprache. „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ oder „Nun ruhen alle Wälder“ sind Allgemeingut geworden. Wie ansprechend und vielseitig diese barocke Lyrik auf Menschen des 21. Jahrhunderts wirkt, zeigte das „Klangfest des Glaubens“. Zwölf Workshops mit Themen der Bereiche Musik, Theater, Tanz, Literatur und Pädagogik waren teilweise überfüllt. Kurse wie „Paul Gerhardt rockt, swingt, jazzt“ oder „Paul Gerhardt rapt“ erschlossen die alten Texte in neuer Weise. Die Reinoldikirche stand als klingende Kirche offen. Petra Bahr: „Dieses Fest widerlegt das Vorurteil, dass Protestanten nicht feiern können.“

  • Bildershow vom westfälischen Paul-Gerhardt-Fest am13.10.2007
    Fotos: Ricarda Mohr (www.mohr-vision.de )
  • Artikel aus der westfälischen Kirchenzeitung "Unsere Kirche" mit freundlicher Genehmigung von Annemarie Heibrock