Choräle

Hier finden Sie die Choräle von Paul Gerhardt mit den Nummern des Evangelischen Gesangbuches:

11        Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir?
36        Fröhlich soll mein Herze springen
37        Ich steh an deiner Krippen hier
39        Kommt und lasst uns Christus ehren
58        Nun lasst uns gehen und treten
83        Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
84        O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben
85        O Haupt voll Blut und Wunden
112      Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschieht
133      Zieh ein zu deinen Toren
283      Herr, der du vormals hast dein Land mit Gnaden angeblicket
302      Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
322      Nun danket all und bringet Ehr
324      Ich singe dir mit Herz und Mund
325      Sollt ich meinem Gott nicht singen?
351      Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich
361      Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
370      Warum sollt ich mich denn grämen?
371      Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens
446      Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge
447      Lobet den Herren alle, die ihn ehren
449      Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
477      Nun ruhen alle Wälder
497      Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun und Werk in deinem Willen ruhn
503      Geh aus, mein Herz, und suche Freud
529      Ich bin ein Gast auf Erden

 

Lebenslauf von Paul Gerhardt

Paul-Gerhardt-Fenster in der Lübbener Kirche

(herunterladen als Word-Dokument)

12. März 1607: Geburt Paul Gerhardts in Gräfenhainichen

1619: Tod des Vaters Christian Gerhardt

1621: Tod der Mutter Dorothea, geb. Starke

1622: Paul Gerhardt besucht die Fürstenschule in Grimma

1627: Schulabschluss in Grimma

1628: Immatrikulation zum Theologiestudium in Wittenberg

um 1634:Hauslehrer im Hause des Archidiakons Fleischhauer in Wittenberg

1642/43 übersiedelt Paul Gerhardt nach Berlin und wird Hauslehrer bei der Familie des Kammergerichtsadvokaten Andreas Berthold, dessen Tochter er später heiratet.

1643: Gerhardts erstes nachweisbares deutsches Gedicht wird gedruckt, entstanden anlässlich einer Hochzeit.

1647: 18 geistliche Lieder Gerhardts erscheinen im Berliner Gesangbuch „Praxis Pietatis Melica“, herausgegeben von Johann Crüger, dem Kirchenmusiker an der St. Nikolaikirche. 

Mittenwalde

Das Innere der Mittenwalder Kirche

1651: Paul Gerhardt wird mit schriftlicher Verpflichtung auf die lutherischen Bekenntnisschriften in Berlin ordiniert und als Pfarrer und Propst in Mittenwalde eingeführt.

1653: In der 5. Auflage von Crügers Gesangbuch erscheinen 64 neue Lieder von Paul Gerhardt.

1655: Trauung mit Anna Maria Berthold in Berlin

1656: Tochter Maria Elisabeth geboren (gestorben 1657)

 

 

Berlin

Berlin um 1650

1657: Berufung durch den Berliner Magistrat auf eine der Pfarrstellen an der dortigen Nikolaikirche.

1658: Tochter Anna Katharina geboren (gestorben 1659)

1660: Sohn Andreas geboren (bald gestorben)

1661: Johann Crügers Gesangbuch „Praxis Pietatis Melica“ erscheint in der 10. Auflage und enthält insgesamt 90 Lieder Gerhardts.

1662: Friedrich Wilhelm, der „Große Kurfürst“ veröffentlicht ein „Toleranzedikt“, das die auf Einschränkung der lutherischen Konfession gerichtete Kirchenpolitik des reformierten Fürsten weiter verschärft

1662: Sohn Paul Friedrich wird geboren. Er überlebt als einziges Kind und stirbt 1716. 

1662/63: Bei den auf dem kurfürstlichen Schloss stattfindenden Religionsgesprächen zwischen Reformierten und Lutheraner spielt Gerhardt bei letzteren eine wichtige Rolle. Die Verhandlungen bleiben ergebnislos. 

1664: Der Kurfürst erlässt ein zweites, verschärftes Edikt über „Kirchentoleranz“ und fordert alle Berliner Pfarrer auf, es zu unterschreiben. Einige verweigern die Unterschrift und müssen das Land verlassen. 

1665: Sohn Andreas Christian geboren (stirbt noch im selben Jahr) 

1666: Amtsenthebung Paul Gerhardts 

1666/67: Johann Georg Ebeling, der Nachfolger Crügers im Nikolaikantorat, gibt die erste Gesamtausgabe der damals 120 Lieder Paul Gerhardts heraus. 

1667: Nach kurzer Amtsaufnahme endgültig Amtsniederlegung durch Paul Gerhardt und endgültige Absetzung Gerhardts durch den Kurfürsten 

Lübben

Gedenktafel in der Lübbener Kirche (Chorraum, gegenüber der Kanzel)

1668: Gerhardts Frau Anna Maria stirbt. Paul Gerhardt wird auf eine Stelle nach Lübben (Spreewald) berufen, außerhalb des preußischen Territoriums. 

1669: Amtseinführung als Archidiaconus in Lübben 

1676: Gerhardt verfasst das sogenannte „Testament“ für seinen Sohn Paul Friedrich 

27. Mai 1676: Paul Gerhardt stirbt in Lübben 

7. Juni 1676: Beisetzung in der Lübbener Kirche